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 a well known landmark in the mauritanian desert
 we shared the risk of crossing the desert to nouakchott with a group of swiss in a landroverdie schweizer wecken uns pünktlich, kein wunder, dass dort die meisten uhren herkommen, wenn man von hongkong mal absieht. kurz nach sonnenaufgang und gerald’s allmorgendlichen espresso brechen wir auf, verlieren gleich die piste und kurven eine halbe stunde durch dünen, die im abstand von je einem meter von grasbüscheln bewachsen sind, was das ganze recht beschwerlich macht. man muss schnell genug fahren um nicht einzusanden, die sandhaufen um die grasbüschel rütteln das auto dementsprechend durch. am horizont blitzt ein auto auf und so ist bald wieder eine bessere route gefunden.

sechs alpenländer, zwei autos und ein GPS-gerät allein in der wüste

 speeding on the beach the atlantic coast in mauritania is the country's most important transport routeweiter geht es über steinwüste, holprige felsabschnitte, knietiefe weichsandfelder, die mit heulendem motor und vollgas durchfahren werden und wellblechpisten, auf denen wir 80 kmh fahren müssen, um auf den wellenbergen zu reiten, was dazu fährt, dass das auto jegliches brems- und lenkmanöver schlichtweg ignoriert. die spuren gehen kreuz und quer und oft mehrere kilometer auseinander. ohne GPS müssten wir auf den guten alten kompass zurückgreifen, wie mühsam. tückisch sind höhere schwellen, die plötzlich auf wellblechpisten auftauchen und uns ein paar mal meter durch die luft fliegen lassen. das material hält gottseidank, vor allem um die stoßdämpfer machen wir uns sorgen. auch der dachträger wackelt schon bedenklich.

 boats near nuakchott, mauritania's capital  wir kommen schnell voran und machen echte teamarbeit. gerald navigiert und behält die schweizer im rückspiegel im auge, ich fahre. wir kommen an eine dünenkette, der GPS-punkt zur überquerung ist natürlich längst überholt, die düne wandert ja. also entlanggefahren und übertrittspunkt gesucht. ab jetzt sind immer mehr sandstecken dabei, einige kilometer geht’s nur mehr über dünen, an kamelherden vorbei und durch ein paar salzpfannen. wir haben noch immer keine luft abgelassen, auch schaufeln und schieben ist nicht nötig, wir können uns immer mit der niedrigen getriebeübersetzung befreien. wie hier PKWs durchkommen bleibt allerdings schleierhaft.

 young mauritanians spending their evening on the beach near nuakchott die nächsten kilometer gehen über eine brettebene salzebene entlang der küste bis wir in ein kleines fischerdorf kommen. ab hier geht es die letzten 150 kilometer am sandstrand entlang. wir haben glück, vor kurzem hat die ebbe eingesetzt, wir können sofort weiter. wir müssen genau am feuchten streifen, nahe am den auslaufenden wellen fahren, denn sowohl links als auch rechts davon würden wir einsinken. wenn wir dann nicht mehr rechtzeitig rauskämen, holt uns unweigerlich das meer. das wasser spritzt oft meterhoch, wenn wir wieder eine welle erwischen. wer hätte gedacht, dass wir in der wüste den scheibenwischer so oft brauchen. für das auto ist das salzwasser natürlich gift, aber spaß macht es trotzdem.

 der strand ist wunderschön, immer wieder reichen dünen bis direkt ans wasser und weit und breit kein mensch. in europa stünden hier siebenstöckige hotelklötze, hier wird der strand als autobahn genützt, das landesinnere ist auch nahezu unpassierbar.

bald erreichen wir nouakchott, mauretaniens hauptstadt. wir steigen im hotel oasis ab und fallen nach einem ausgiebigen abendessen ins bett.


 

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