zehntausend kilometer lang hat uns das waisenhaus begleitet, war immer als ziel mit dabei. also konnten wir gestern gar nicht anders als weiterfahren und standen heute früh gegen eins vor seinen toren in ouagadougou.
am morgen werden wir euphorisch von den kindern des waisenhauses begrüßt, wir sind die helden des tages. alle haben auf das auto gewartet, das ab jetzt dem projekt als rollende werkstatt für die rollstühle behinderter kinder in der region rund um die hauptstadt zur verfügung stellen soll. denn das waisenhaus ist eigentlich viel mehr als das: zum kinderdorf für 120 kinder von sechs bis 18 jahren gehört auch eine schule, eine krankenstation, eine behindertenwerkstatt, ein frauenberatungszentrum, ein marionettentheater und eben die rollstuhlwerkstatt, die mit unserem landcruiser eine fahrende schwester bekommt, mit der auch in der regenzeit abgelegene dörfer erreicht werden können.
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von einem wunderschönen sonnenaufgang werden wir auf moussa’s flachdach geweckt. ein konzert von hahnenschreien hallt von der großen felswand wider und die frauen des dorfes sind längst am weg vom und zum brunnen. mit 20 liter großen tonkrügen am kopf gehen sie mehrmals den steilen weg zu ihren hätten. wir besuchen noch ein paar alte, die die stöcke einer frisch geschlachteten ziege verteilen, auch moussa bekommt etwas ab. klaus und ich interessieren uns für zwei handgeschnitzte alte hocker, moussa für “zivilisationsware”. so tauschen wir einen wasserkanister, ein paar schuhe, etwas gewand, ein paar feuerzeuge und einen reisewecker gegen die beiden prachtstücke. später plagt uns dann das schlechte gewissen, so was wie uhrzeit und vor allem einen wecker in die wunderbare welt der dogon gebracht zu haben.
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zu sonnenaufgang sind wir längst auf den beinen, wir genießen ihn an der felskante der "falaise de bandiagara", der heimat der kinder des lichts. nach der vorstellung der dogon formte amma, der alleinige gott, der auch himmel und erde schuf, die menschen aus ton. die kinder des lichts, wie sie sich selbst bezeichnen, wurden am tag geschaffen und sind von der sonne dunkel gefärbt. die anderen, die kinder der dunkelheit, entstanden bei mondlicht und sind bleich wie larven.
die dörfer der dogon kleben wie nester in den wänden und an den steilen felsabhangen am fuße der falaise. sie sind nur durch schmale wege und die pfade der eselskarren verbunden und nur mit dem geländewagen oder zu fuß erreichbar. wir sanden prompt in einem ausgetrockneten bachbett ein und kommen nur mit hilfe der sandbleche und einigem schaufeln wieder frei. wenigstens sind die bleche nicht umsonst dabei.
wir haben uns lang überlegt, wie wir menschen, die seit jahrhunderten unberührt von der "zivilisation" in ihren dör

zu sonnenaufgang sind wir längst auf den beinen, wir genießen ihn an der felskante der “falaise de bandiagara”, der heimat der kinder des lichts. nach der vorstellung der dogon formte amma, der alleinige gott, der auch himmel und erde schuf, die menschen aus ton. die kinder des lichts, wie sie sich selbst bezeichnen, wurden am tag geschaffen und sind von der sonne dunkel gefärbt. die anderen, die kinder der dunkelheit, entstanden bei mondlicht und sind bleich wie larven.
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kurz vor mopti haben wir uns gestern spät abends einen schlafplatz in der ebene gesucht, heute wollen wir die stadt besuchen. mopti ist ein reges handelszentrum an den flüssen bani und niger, im hafen tummeln sich schmale pirogen und überladene pinassen. die stadt ist mit einem 13 kilometer langen damm durch die sümpfe mit dem festland verbunden. an der stadteinfahrt diskutieren wir noch, ob die meldepflicht bei der polizei noch besteht, die im reiseführer erwähnt wird. wir beschließen zu warten, ob uns jemand darauf hinweist, was nicht passiert.
wir haben hunger und finden die bar bozo, direkt am hafenbecken gelegen. dort tummeln sich holzschiffe und händler, der hafen ist der umschlagplatz für sahara-salz aus dem norden (mit kamelen und pirogen werden die schweren platten antransportiert), getrockneten und geräucherten fisch aus dem fluss und aus dem senegal, gemüse aus dem süden des landes, kalebassen aus dem umland und datteln aus dem norden.
tischler und andere handwerker fertigen, repar

kurz vor mopti haben wir uns gestern spät abends einen schlafplatz in der ebene gesucht, heute wollen wir die stadt besuchen. mopti ist ein reges handelszentrum an den flüssen bani und niger, im hafen tummeln sich schmale pirogen und überladene pinassen. die stadt ist mit einem 13 kilometer langen damm durch die sümpfe mit dem festland verbunden. an der stadteinfahrt diskutieren wir noch, ob die meldepflicht bei der polizei noch besteht, die im reiseführer erwähnt wird. wir beschließen zu warten, ob uns jemand darauf hinweist, was nicht passiert.
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am morgen geht's los richtung djénné, wir müssen aber noch den niger überqueren. djenne liegt auf einer großen insel zwischen zwei niger-armen inmitten weiter sümpfe, die zum reisanbau genutzt werden. es gibt hier keine brücke, die fähre ist gerade groß genug für zwei autos und eine hand voll eselskarren.
wir müssen fünf meter durch den schlamm um auf die fähre zu kommen. ein eselskarren ist überladen und bleibt stecken. eine eselsstärke und acht mannstärken versagen, unsere 86 pferdestärken ziehen den karren schließlich aus dem dreck.
djénné eine der ältesten städte westafrikas, jahrhundertelang profitierte sie als handelsstadt von ihrer lage an einer der wichtigsten trans-sahara-routen. zentrum und marktplatz werden von der großen, in der typischen sudan-lehmbauweise errichteten moschee dominiert. wir lassen uns von seyni, einem netten führer, die stadt zeigen, mit ihm haben wir auch die chance, ein paar der zweistöckigen stadthäuser von innen zu sehen.
am abend geht es wei
am morgen geht’s los richtung djénné, wir müssen aber noch den niger überqueren. djenne liegt auf einer großen insel zwischen zwei niger-armen inmitten weiter sümpfe, die zum reisanbau genutzt werden. es gibt hier keine brücke, die fähre ist gerade groß genug für zwei autos und eine hand voll eselskarren.
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am vormittag sind wir wieder in ségou und haben hunger, also auf ein chef-sandwich ins le golfe. klaus und ich bummeln durch den markt um stoffe zu kaufen, wir finden bunte stoffe, mit traditionellen westafrikanischen mustern oder modernen motiven wie handys oder transistorradios bedruckt, andere stoffe sind grob gewebt und mit erd- und pflanzenfarben bemalt.
beim stoffkaufen stoßen wir zufällig auf den fetischmarkt. fetische dienen dazu, den verlauf der dinge positiv zu beeinflussen. diese "gris-gris" sollen, am körper in form von amuletten getragen vor krankheit, hexenzauber, unfruchtbarkeit oder böser magie schützen. oft wird der marabout, das geistige (islamische und traditionell-religiöse) oberhaupt des dorfes konsultiert, der zur heilung und abwehr einen bestimmten fetisch empfiehlt. wir finden kaurimuscheln, krokodilköpfe, schlangenhäute, tote papageien, schildkrötenpanzer und -köpfe, hühnerkrallen, getrocknete frösche, affenschrumpfköpfe, leopardenpfoten, ziegenhäute, schafshörner, be
am vormittag sind wir wieder in ségou und haben hunger, also auf ein chef-sandwich ins le golfe. klaus und ich bummeln durch den markt um stoffe zu kaufen, wir finden bunte stoffe, mit traditionellen westafrikanischen mustern oder modernen motiven wie handys oder transistorradios bedruckt, andere stoffe sind grob gewebt und mit erd- und pflanzenfarben bemalt.
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klaus hat am vormittag einen termin bei souleymane drabo, dem chefredakteur der staatlichen tageszeitung “l’essor” und der malischen presseagentur AMAP. ich bin als “pressefotograf” dabei. wir versuchen, etwas über die soziale und politische situation zu erfahren.
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der sonnenaufgang im dunst des nächsten dorfes taucht die felstürme in ein sanftes orange-rot. wir stapfen noch in den felsen herum und brechen dann in richtung bamako auf. wieder ins hotel, es wird zeit nach vier tagen wieder unter eine dusche zu kommen.
am nachmittag kommt klaus aus paris an. es hat 35 grad bei bestem sonnenschein, ein paar stunden zuvor ist klaus in wien noch durch den schnee gestapft. nach einer runde im pool (nein, ich habe jetzt kein mitleid mit den daheimgebliebenen, wie ich erfahren habe, fliegt die air france bamako sogar sechs mal die woche an. also: koffer packen!) schlendern wir durch den grand marché von bamako. bunte stoffe, türme von obst und gemüse, mopeds von peugeot, alte fernseher, schrauben aller größen, schuhe, am markt kann man alles kaufen.
wir lassen den abend bei einem gemütlichen abendessen im restaurant central ausklingen. dann geht's ab zu unserer letzten nacht im hotel les arbres, morgen werden wir in den osten aufbrechen.
der sonnenaufgang im dunst des nächsten dorfes taucht die felstürme in ein sanftes orange-rot. wir stapfen noch in den felsen herum und brechen dann in richtung bamako auf. wieder ins hotel, es wird zeit nach vier tagen wieder unter eine dusche zu kommen.
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keine exotischen vögel und schlangen besuchen uns am morgen, dafür die bereits obligate herde buckelrinder und drei freundliche bauern, die uns mit großem interesse beim zähneputzen und zeltabbauen zuschauen.
im osten bamakos ist es etwas bergiger, hohe granitähnliche türme und felsblöcke prägen die landschaft. nach 200 kilometer teerstraße durch die savanne bilden wir uns ein, heute abend auf einem der wunderschönen felsplateaus unser lager aufzuschlagen. der weg dorthin ist beschwerlich - der landcruiser klettert aber recht brav die steilen, glatten felsblöcke hinauf. wir werden mit einem schönen sonnenuntergang bei gleichzeitigem vollmond belohnt.
zwischen den felsen gibt es jede menge interessanter insekten, eine schräge kreuzung aus libelle und heuschreck, bunte schmetterlinge mit spannweiten von mehr als zehn zentimetern. ein raubvogel fliegt auf, die spannweite war an die zwei meter, mehr war nicht zu erkennen.
viel mehr gibt's heute nicht zu berichten, air france fliegt zwei mal
keine exotischen vögel und schlangen besuchen uns am morgen, dafür die bereits obligate herde buckelrinder und drei freundliche bauern, die uns mit großem interesse beim zähneputzen und zeltabbauen zuschauen.
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am morgen sehen wir erst was für einen spannenden schlafplatz wir uns gestern in der dunkelheit ausgesucht haben. die gruppe hoher, ausladender bäume in der weiten savanne, in deren mitte wir heute nacht richard attenborough lauschen durften, ist das reinste vogelparadies. als ornithologische ribisl erkennen wir nur papageien, kanarien- und webervögel. die farben und gesänge der anderen, uns unbekannten, sind nicht weniger spannend. hier gefällt es uns und wir bleiben bis mittag, als es uns auch im schatten zu heiß wird. gerald liest hesse's glasperlenspiel und kriegt einen ziemlichen schrecken, als ihm eine grün-braune schlange über den unterschenkel kriecht. eine herde buckelrinder mit furchterregenden hörnern zieht gemächlich mitten durch unser lager, eine herde kinder vom nächsten kral besucht uns und will fotografiert werden.
wir fahren zurück nach ségou, um im le golfe einen happen zwischen die zähne zu kriegen. anschließend suchen wir das dorf ségou-koro, alt-segou, früher residenz un

am morgen sehen wir erst was für einen spannenden schlafplatz wir uns gestern in der dunkelheit ausgesucht haben. die gruppe hoher, ausladender bäume in der weiten savanne, in deren mitte wir heute nacht richard attenborough lauschen durften, ist das reinste vogelparadies. als ornithologische ribisl erkennen wir nur papageien, kanarien- und webervögel. die farben und gesänge der anderen, uns unbekannten, sind nicht weniger spannend. hier gefällt es uns und wir bleiben bis mittag, als es uns auch im schatten zu heiß wird. gerald liest hesse’s glasperlenspiel und kriegt einen ziemlichen schrecken, als ihm eine grün-braune schlange über den unterschenkel kriecht. eine herde buckelrinder mit furchterregenden hörnern zieht gemächlich mitten durch unser lager, eine herde kinder vom nächsten kral besucht uns und will fotografiert werden.
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Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.