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sturm spielt granada

December 28, 1999

warum ist kein einziger LKW und kaum ein auto unterwegs? kilometerweit kein fahrzeug. im radio ist kein atomkrieg oder so durchgesagt worden, das liegt ja noch im kofferraum. was wir nicht wissen, ist, dass rund um uns ein sturm tobt, die LKWs fahrverbot haben und reihenhausweise häuser abgedeckt werden.

ein sturm tobt über frankreich – keine warnung aus dem radio

gut dass kein verkehr ist, die drei fahrspuren brauchen wir bei dem wind eh zum slalomfahren. angriffsfläche bieten wir ja genug, wir sind schließlich “aufpacklt wia de tschechen”, wie die schaulustigen in der österreichischen großstadt st.valentin lapidar bemerkten.

nach einigen stunden kommen wir an die spanische grenze, der grenzer fragt uns, ob wir durch den schnee gekommen wären; noch wissen wir ja nicht, welchem sturm wir da entkommen sind, allein in südfrankreich 21 tote. das radio liegt noch immer im kofferraum.

die nacht dauert noch lang, am 28. zu mittag sind wir dann in granada. die abfahrt von der autobahn ist eng und rutschig, mein fahrstil stürmisch, dem straßengraben entkommen wir trotzdem, wenn auch knapp. javier, ein freund von mir, der in granada eine sprachschule betreibt, begrüßt uns mit dem schlüssel für eine leerstehende wohnung. luxus pur.

das satellitentelefon ist immer noch nicht da, wir haben es uns aus wien nachschicken lassen. noch haben wir hoffnung.


 

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